Zahngesundheit

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Aufbau des Zahnschmelz

Was ist Hydroxylapatit und warum kann es Zahnschmelz aufbauen?

Hydroxylapatit (chemisch Ca₁₀(PO₄)₆(OH)₂) ist der Hauptbestandteil des menschlichen Zahnschmelzes und macht bis zu etwa 97 % seiner mineralischen Masse aus. Dadurch ist es chemisch und strukturell sehr ähnlich zu dem natürlichen Material, aus dem Zähne bestehen. Diese biomimetische Ähnlichkeit erleichtert die Anlagerung und mögliche Reparatur von demineralisierten Bereichen an der Zahnoberfläche, wenn HAP von aussen zugeführt wird. [1]

Wie wirkt Hydroxylapatit?

  1. Remineralisierung und Schmelzschichtaufbau:
    • In mehreren in vitro- und in situ-Studien konnte gezeigt werden, dass HAP-Partikel deutlich zur Remineralisation von demineralisiertem Zahnschmelz beitragen. Dabei lagern sich HAP-Nanopartikel an geschädigte Zahnflächen an und können dort eine mineralische Schicht bilden. [2]
    • In einer klinischen in situ-Studie mit menschlichen Milchzähnen war eine Zahnpasta mit 10 % HAP in der Lage, frühe Zahnschmelzläsionen so effektiv zu remineralisieren wie eine Fluorid-Zahnpasta mit 500 ppm Fluorid. [3]
  2. Epitaktisches Wachstum:
    • HAP-Partikel fungieren als Kristallkeime, an denen neue mineralische Strukturen wachsen können — ein Prozess, der „epitaktisches Wachstum“ genannt wird. Dadurch kann sich eine HAP-Schicht bilden, die morphologisch der natürlichen Schmelzstruktur ähnelt. [4]
  3. Weitere Effekte:
    • HAP kann die Oberflächenrauheit des Zahnschmelzes reduzieren, was auf eine glattere, remineralisierte Oberfläche hindeutet. [5]
    • Es gibt Hinweise darauf, dass HAP auch bei der Reduktion von Dentinsensibilität durch Verschluss von Dentintubuli helfen kann und antibakterielle Effekte durch Bindung von Bakterien demonstriert wurden (nicht im Detail hier zitiert, aber durch mehrere Studien beschrieben). [6]

Wie wird Hydroxylapatit angewendet?

Hydroxylapatit kann in verschiedenen oralmedizinischen Produkten genutzt werden:

  • Zahncremes mit HAP: Die häufigste Anwendung. HAP-Nanopartikel werden beim Zähneputzen auf die Zahnoberfläche aufgebracht. Durch wiederholtes Bürsten lagern sich Partikel an geschädigte Stellen an und können so zur Remineralisation beitragen. [7]
  • Topische Gele oder Pasten: Höhere Konzentrationen (z. B. 10–15 % HAP) können in speziellen Anwendungsformen genutzt werden, um gezielt remineralisierend zu wirken.[8]

📌 Wichtige Einschränkungen

  • Die meisten Studien zeigen positive Effekte leichter bis mittlerer Schmelzdefekte oder initialer Läsionen, aber sie betonen, dass die Langzeitwirkung und klinischen Grenzen weiter untersucht werden müssen. (Verbraucherzentrale NRW)
  • Die Datenlage ist noch nicht so umfangreich wie bei Fluorid, das seit Jahrzehnten gut untersucht ist. (Verbraucherzentrale NRW)

🧠 Fazit

Hydroxylapatit kann aufgrund seiner biomimetischen Eigenschaften die Remineralisation von Zahnschmelz unterstützen, indem es sich an geschädigte Bereiche anlagert und dort mineralische Schichten bildet, die der natürlichen Schmelzstruktur ähnlich sind. Studien zeigen, dass HAP-haltige Zahnpasten bei der Remineralisation und Kariesprävention ähnlich effektiv sein können wie fluoridhaltige Produkte. Die Anwendung erfolgt typischerweise über Zahnpasten oder Gele mit HAP-Nanopartikeln. (Nature)


Wenn du möchtest, kann ich dir auch Kurz-Zusammenfassungen einzelner Studien oder eine deutsche Version mit Quellenangaben im APA-Stil zusammenstellen.